Nützliche Tipps, damit die Schönheiten aus 1001 Nacht ihren Zauber lange halten.

Orient-, Berber- und Kelim-Teppiche werden handgeknüpft oder -gewebt und sind somit Einzelstücke. Farb- und Musterabweichungen sind deshalb nicht zu vermeiden, sondern ein Zeichen für die Echtheit des Teppichs. Lassen Sie sich in Ihrem nächsten kika Einrichtungshaus von unseren Mitarbeitern beraten, welcher Orientteppich für Sie und Ihre Wohnsituation der richtige ist. Natürlich erhalten Sie auch ein Echtheits-Zertifikat für Ihren bei kika gekauften Orient-Teppich. Um die Lebensdauer Ihres Teppichs zu verlängern, empfehlen wir Ihnen eine passende Teppichunterlage.

Pflege Tipps

  • Vermeiden Sie direkte Sonnenbestrahlung, da diese zu Farbveränderungen führen kann.
  • Stellen Sie niemals Pflanztöpfe aus Ton direkt auf Ihren Orient-Teppich. Der Teppich kann dadurch verfaulen, verschimmeln oder abfärben.
  • Scharfkantige Tisch- und Stuhlbeine sollten Sie mit Gleitnägeln oder Möbeluntersätzen entschärfen. Druckstellen erholen sich von selbst.
  • Orient-Teppiche nie klopfen oder schwebend ausschütteln, es könnten sonst die Ecken ausreissen.
  • Verwenden Sie nach Möglichkeit kein oder nur wenig Teppich-Shampoo, da dies der Wolle das natürliche, schmutzabstoßende Fett entzieht.
  • Bei zu feuchter Behandlung kann der Teppich wellig werden.
  • Flecken vom Rand zur Mitte hin entfernen.
  • Betreten Sie den Teppich nur mit Hausschuhen mit Ledersohlen, Gummisohlen radieren nämlich. Optimal ist die Benützung barfuß oder mit Wollsocken.
  • Teppichfachreinigung ca. alle 10 Jahre, je nach Benutzungs- und Verschmutzungsgrad.


Pflege

Mit dem Staubsauger, mit verminderter Saugleistung in Florrichtung absaugen. Wird der Teppich gegen den Flor behandelt, so wird er zu stark beansprucht und seine Lebensdauer verkürzt. Verwenden Sie immer eine einfache, glatte Saugdüse ohne Borsten, nie Bürst- oder Klopfsauger, keinesfalls Extrahiergeräte.

Für feine, alte und antike Orient-Teppiche ist Staubsaugen eine Tortur. Schonender ist es, den Teppich vorsichtig mit einer weichen Bürste in Florrichtung zu bürsten. Vielbegangene Teppiche sollten Sie regelmäßig saugen, weniger begangene lediglich bei Bedarf. Eine einseitige Abnützung des Teppichs können Sie verhindern, wenn Sie ihn von Zeit zu Zeit drehen.

Um Ihren Teppich aufzufrischen, legen Sie ihn mit der Florseite nach unten, bei kaltem Winterwetter auf trockenen Pulverschnee, und klopfen Sie ihn leicht. Damit der Schnee nicht sofort schmilzt und der Teppich Nässe aufnimmt, sollten Sie ihn vorher zur Abkühlung einige Stunden im Freien ins Trockene legen. Nach der Behandlung sofort sanft abbürsten und trocknen lassen.


Reinigung

Flecken sollten Sie immer unmittelbar nach Entstehen entfernen. Ausgeschüttete Flüssigkeiten sofort mit einem trockenen Tuch oder mit Haushaltspapier auftupfen. Dann ein weiches, weisses Tuch mit lauwarmem Wasser anfeuchten und den Fleck abtupfen. Davor allerdings immer eine Farbechtheitsprüfung mittels feuchtem Tuch an der Rückseite des Teppichs machen, um ein ausbluten auf der Florseite zu vermeiden. Eine Teppichfachreinigung empfiehlt sich je nach Art der Benutzung und je nach Verschmutzungsgrad ca. alle 10 Jahre! Ihre kika Wohnberater nehmen gerne Ihren Teppich für eine fachgerechte Wäsche entgegen.
 

  • Der echte Chinese

    Die chinesische Teppichknüpf-Tradition ist uralt. Bei der Herstellung von reinen Naturseiden- und Wollteppichen hat das Land in den letzten Jahren riesige Fortschritte gemacht. Seidenteppiche werden immer dichter geknüpft und dadurch qualitativ hochwertiger. Selbst eine Knotendichte von 1 Mio. pro m² ist keine Seltenheit mehr und durchaus erschwinglich. Von der Dessinierung ist der chinesische Orient-Teppich heutzutage reduzierter, großflächiger und asymmetrisch. Der feinste Teppich der Welt kommt aus China: ein Reinseidenteppich mit 15,5 Mio. Knoten pro m².

  • Der echte Nepal-Tibeter

    In Nepal werden erst seit der Flucht des Dalai Lama 1959 Orient-Teppiche gefertigt, da die ihm folgenden Tibeter die hochentwickelte Knüpfkunst mitbrachten. Das Besondere an diesem Teppich ist die einzigartige Knüpftechnik, bei der die Wolle um einen Eisenstab gewickelt und dann entlang des Stabes durchgeschnitten wird. Von der Farbe und den Designs wurden sie zum Teil dem europäischen Geschmack nachempfunden, aber man blieb teilweise auch der Tradition treu. Über die Jahre gleich geblieben ist die robuste Qualität. Für die Erzeugung wird sehr oft die ungewöhnlich widerstandsfähige, glanzreiche Wolle der tibetischen Bergschafe verwendet.

  • Der echte Inder

    Schon zur Zeit der Mogule im 16. Jahrhundert wurden in Indien aufgrund des persischen Einflusses Teppiche geknüpft. Erst später hat sich ein eigener indischer Stil entwickelt. Aber noch heute dominieren persische Muster und Duktus die Produktion. Die Farben werden meist nach Wünschen von ausländischen Auftraggebern ausgesucht. Während der Teppichflor aus verschiedensten Wollqualitäten gefertigt wird, eignet sich für das Grundgewebe die indische Baumwolle ganz besonders. Die handelsübliche Knüpfdichte liegt zwischen 50.000 und 200.000 Knoten pro m².

  • Der echte Pakistani

    Obwohl Pakistan die alte indische Knüpftradition übernommen hat, unterscheiden sich die Teppiche vom Material, im Duktus und der handwerklichen Verarbeitung völlig. Die außergewöhnliche Knotendichte und besonders feinteilige Muster zeichnen den Pakistani aus. Im Gegensatz zu persischen Teppichen sind die Farben sanfter, pastelliger und ergeben ein helleres Erscheinungsbild. Vor allem turkmenische Muster mit Seidenglanz-Kammgarn haben sich zu absoluten Bestsellern bei den pakistanischen Teppichen entwickelt.

  • Der echte Perser

    Unter allen Ursprungsländern findet sich Persien wohl das weltweit beständigste Knüpfhandwerk sowie das abwechslungsreichste Knüpfaufkommen. Bereits seit einigen Jahrtausenden wurden im heutigen Iran Teppiche gefertigt. Aufgrund dieser langen Tradition ist der Perser sicherlich der bekannteste unter den Orient-Teppichen. Viele bekannte Knüpfornamente, wie die Rosette, die Blumenranke, das Rundmedaillon sind zu Klassikern geworden und der Iran hält heutzutage noch an diesen traditionellen Dessins fest.

  • Der echte Marokkaner

    Marokko zählt zwar nicht zu den Orientstaaten, da die Knüpfkultur aber stark orientalisch geprägt wurde, reiht man den Marokkaner auch unter die Orientteppiche. Die traditionellen Teppiche Marokkos werden meist von Berberstämmen gefertigt, wobei sowohl persische als auch türkische Knoten geknüpft werden. Die Raute als hauptsächliches Motiv von Teppichmustern hat eine mystische, geisterabweisende Bedeutung. Bei den Farben herrschen vor allem ungefärbte Wolle, aber auch Gelb und Rot vor, weil ihnen ebenfalls eine schützende Wirkung zugeschrieben wird.

  • Der echte Türke

    Teppiche aus dem asiatischen Teil der Türkei werden aufgrund ihrer Herkunft auch anatolische Teppiche genannt. Die große Vielfalt geht auf die unterschiedlichen dort heimischen Völkergruppen zurück. Zu den feinsten Knüpfwerken zählt der wohl bekannteste seiderne Manufakturteppich aus Hereke. Beliebtes Motiv bei türkischen Teppichen sind Gebets- und florale Muster mit stilisierten Tulpen.

    TIPP vom kika Wohnberater

    In der Türkei werden oft chinesische Hereke Seidenteppiche angeboten und als türkische verkauft. Die chinesischen Kopien sind aber weitaus weniger wert als die türkischen Originale. Bei kika garantiert Ihnen das Orient-Teppich Echtheitszertifikat die Richtigkeit aller angegebenen Informationen.